Kartenmaterial
- Mountainbike-Führer mit 20 Touren von leicht bis extrem: erhältlich für EUR 9,90 in den
Gästeinformationen oder im
Bad Hindelang-Shop. - Die 20 Touren in der Übersicht gibt es hier.
- Rad-
& Bike-Atlas Vitales Land: erhältlich für EUR 4,00 in den Gästeinformationen oder im Bad Hindelang-Shop.
Bad Hindelang
Stand 19.07.2010 / 16:16
| Mountainbike | Länge | Höhenunt. | Zeit | Kondition | Technik | ||
| Schwarzenberghütte | 3 | 3 | |||||
| Nach dem Start führt die Tour zunächst recht gemütlich von Bad Hindelang aus an der Ostrach entlang ins Hintersteiner Tal. Ab dem Ortsteil Hinterstein auf der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straße (nur Busverkehr) führt die Tour stetig ansteigend in das immer enger werdende, wildromantische Hochgebirgstal bis zum Giebelhaus. Die Tour ist bis dahin auch geeignet für Neulinge in diesem Sport, die erste Versuche mit dem Bergrad wagen. Wer sich am hervorragend bewirtschafteten Giebalhaus schon verausgabt hat, kehrt hier ein und fährt auf der Abfahrtsstrecke zurück. Konditionsstärkere Biker werden den Aufstieg zur Schwarzenberghütte in Angriff nehmen, der jedoch zunehmend steiler wid und im letzten Teil dem Biker einiges abverlangt. Wer hier bis ganz nach oben ohne absteigen durchfährt, der kann beruhigt auch schwerere Touren angehen. Als mittelschwere oder Abfahrtsvariante wäre noch die weitere Auffahrt auf der Asphaltstraße zur Engeratsgundalpe und Laufbichelalpe zu empfehlen. Hier wird Bergkäse nach alter Tradition hergestellt: Im Rührgefäß verdickt sich die Milch nach Zugabe des Labs. Mit der Käseharfe wird sie zum Bruch geschnitten und es ist Kunstfertigkeit des Käsers, den richtigen Zeitpunkt zum Ausheben zu erwischen. Dann wird der Bruch in Formen gefüllt und gepresst. Der Milchzucker verschwindet dabei komplett. Danach taucht der Käse in ein Salzbad ab, das dient der Rindenbildung und Haltbarmachung. Er wandert anschließend ins Regal. Jeden zweiten Tag wird er mit Salzlake geschmiert. Der würzige Geschmack echten Alpkäses stammt allein aus dem artenreichem Berggras. Zum Reinlegen gut! Traditionelle Käseherstellung ist die Domäne des Engeratsgund Hofs und der Laufbichlalpe (zweitgrößte Sennalpe Deutschlands).
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| Hirschalpe | 3 | 3 | |||||
| Von der Gästeinformation in Bad Hindelang ausgehend, steigt die anstrengende Biketour nach einer kurzen Einrollphase durch das malerische Ortszentrum bald steil an und gönnt den Biker-Beinen keine Ruhepause mehr bis zum Ziel. Nur weil die Tour überwiegend auf Asphalt verläuft, ist sie auch für weniger geübte Fahrer gut zu meistern. Für ein paar Verschnaufpausen braucht man sich nicht schämen und das wird auch die Kletterer nicht stören, die man auf halber Höhe bei ihren artistischen Übungen im Bad Hindelanger Klettergarten beobachten kann. Aber trotzdem ist jeder Biker gefordert auf der Tour, die auf der Sonnenseite bis auf Höhe des Gipfels des Bad Hindelanger Hausberges hochführt. Nach der Strapaze kann man sich auf der Terrasse der bewirtschafteten Hirschalpe bestens ausruhen und verpflegen lassen. Und natürlich das grandiose Panorama über dem Ostrachtal geniessen. Von der Hirschalpe auf 1493 Metern kann man auch recht gut zu Fuß in 30 Minuten den 1650 Meter hohen Spieser besteigen oder in der gleichen Zeit den Gipfel des Hirschberges erreichen. | |||||||
| Iselerplatzhütte | 3 | 3 | |||||
| Die Tour führt durch das Ortszentrum Bad Hindelangs über die alte Jochstraße zum Ortsteil Oberjoch. Danach geht es von der bewirtschafteten Alpe Untere Ochsenalpe über einen sehr gut asphaltierten Wirtschaftsweg zur Oberen Ochsenalpe. Ab hier ist powern angesagt, denn der letzte Anstieg hat es in sich. Der Weg ist ab hier deutlich steiler und der Asphaltbelag gröber und mit Split überzogen. Aber der herrliche Rundumblick über das Ostrachtal, das Illertal, das Wertacher Tal und das Tannheimer Tal von der herrlich gelegenen Iselerplatzhütte (bewirtschaftet) entschädigt für die Strapazen des Aufstieges. Während man auf der gleichen Strecke zurückrollt, kann man sich den allergiefreien Ortsteil Oberjoch genauer anschauen und die Geschichte der alten Jochstrasse Revue passieren lassen: Eine Geschichte ohne Römer ist keine Geschichte, hat mal ein Historiker gesagt. So betrachtet hat Hindelang Glück gehabt! Kaiser Decius ordnete eine strategische Straße an und in nur zwei Jahren wurde die Via Decia gebaut. Von Teriolis nach Brigantium, von Tirol zum Bodensee. Sie führte durch das Tannheimer Tal über die Gähwinde zum Joch und rechtseitig durch das Ostrachtal. Nach dem Zusammenbruch des römischen Weltreichs wurde sie weiter als Saumpfad genutzt. Sie war auch Teilstrecke für die Jakobspilger. Um 1500 war der Pfad einfach zu schmal. Die Erzherzöge von Tirol erschlossen die reichen Salzvorkommen in Hall und sie brauchten eine bessere Straße für schwere Fuhrwerke. Also vereinbarten sie mit dem Lokalpatriarchen Graf Hugo von Montfort, eine Straße über das Joch zu bauen. Es gab einen Streit, denn die Kemptener Fürstbischöfe hatten eine eigene, weiter nördlich gelegene Route angelegt und ihnen entgingen so erhebliche Zolleinnahmen. 1540 war die Jochstraße (2,2 km) fertig. Die Straße brachte den Aufschwung für das Hindelanger Tal. | |||||||
| Wank | 3 | 3 | |||||
| Die Tour führt auf dem direkten Weg ins das Retterschwanger Tal, ein wunderschönes, ruhiges Seitental des Ostrachtales. Die Tour verläuft großteils auf Asphaltstraßen recht gemütlich entlang der Bsonderach bis zur Alpe Ställen am hinteren Talschluss. Von dort steigt die Straße steiler an, ist aber immer noch gut fahrbar und führt in den hoch oben liegenden Talkessel der Wank-Alpe. Das ist ein ganz besonderer Flecken Erde, den man in Ruhe genießen kann und an dem man die Natur pur spüren bekommt. Der Talkessel wird zur Hälfte von den hohen Felswänden der Berge des Hindelanger Klettersteiges eingerahmt, der vom Nebelhorn bis zur Rotspitze führt. Zusammen mit dem Entschenkopf und den Sonnenköpfen auf der westlichen Seite bildet sich ein massiv geschlossener Kessel mit einer einzigen Öffnung in Richtung Bad Hindelang. Mit etwas Glück kann man hier auch einen der Steinadler seine Runden drehen sehen. Eine gute Möglichkeit der Einkehr ist das Mitterhaus. Auf der bewirtschafteten Senn-Alpe, die direkt am Weg liegt, wird hervorragender Bergkäse produziert und verkauft. Die Alpe war 1575-1646 Stutenhof der Fugger. Die Augsburger Händeldynastie züchtete hier Pferde, die Fohlen tummelten sich mit den Müttern hier in der Höhenlage. Das gab starke Beine, Trittsicherheit und weniger Anfälligkeit für Krankheiten. Die Älpung von Pferden war früher sowieso viel weiter verbreitet als heute, Bezeichnungen wie Rossalpe, Rappenalpe, Rossgund u.s.w zeugen davon. Gezüchtet wurden Pferde vom Allgäuer Schlag, die im 18. Jh. zu Tausenden bis nach Württemberg und nach Italien verkauft wurden. 1919 wurde noch ein Zuchtverband für Noriker gegründet. Die Pferdezucht im Allgäu ist allerdings später unbedeutender geworden und war längere Zeit kein großes Thema mehr. Aber in den letzten 10 Jahren nimmt die Zahl der Pferde auf den Allgäuer Weiden wieder stetig zu. | |||||||
| Klank | 3 | 3 | |||||
| Für denjenigen, der ohne Umwege direkt vom Start der Tour auf die Berge oberhalb von Bad Hindelang gelangen will, ist diese knackige Spritztour genau das Richtige. Durch den Ortskern führt diese Tour ohne Umschweife auf die steile Fahrstrasse zum idyllischen Ortsteil Gailenberg. Gleich bei den letzten Häusern Bad Hindelangs kommt eine steile Asphaltrampe, die auch einem geübten Biker gehörig die Luft nimmt. Wer diese erste Hürde erfolgreich gemeistert hat, kann sich an der Getrost an die weitere Auffahrt wagen, die nicht nur einmal wegen ihrer Steilheit stramme Waden und eine gute Kondition erfordert. Auf der ersten Aussichtsanhöhe, oberhalb von Bad Hindelang, biegt die Route auf einen Forstweg ab und führt abwechselnd über sonnige Weideflächen und schattige Waldpassagen hoch zur Klank-Alpe. Leider ist die Alpe nicht bewirtschaftet, so dass es ratsam ist eine eigene Brotzeit mitzunehmen. Tipp: Empfehlenswert ist ein kurzer Abstecher zum Gipfel des Hirschbergs (Gehzeit ca. 15 Min.). Info zur Alpe: Auf der Klank-Alpe wird im Hochsommer Jungvieh "gesömmert", während im Tal und auf einigen Sennalpen die Milchkühe untergebracht sind. Man hat von der Alpe aus einen herrlichen Blick über das gesamte Ostrachtal. Die Landschaft ist stark landwirtschaftlich geprägt. Wo heute saftige Wiesen für das Allgäuer Milchvieh kultiviert werden, wuchs einst Raps. Erst Anfang des 19. Jh. kam mit Carl Hirnbein die Milchwirtschaft und damit die Käseherstellung nach Schweizer Vorbild ins Allgäu und bescherte der Bevölkerung etwas Wohlstand. Die Milchwirtschaft war die Triebfeder der ganzen Region und prägt bis heute das Bild vom grünen Allgäu. Diese einzigartige Kulturlandschaft existiert nur Dank der Pflege und Kultivierung durch die Landwirte und Bergbauern, denn ohne Beweidung und Pflege wäre das Land der Erosion preisgegeben | |||||||
| Bärgündlealpe | 3 | 3 | |||||
| Anfangs identisch mit Tour Nr. 1 - führt die Route zunächst recht gemütlich an der Ostrach entlang ins Hintersteiner Tal. Ab dem Ortsteil Hinterstein auf der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Strasse (nur Busverkehr) geht die Strecke stetig ansteigend in das immer enger werdende, wildromantische Hochgebirgstal zum Giebelhaus. Wer sich bei der Auffahrt zum bewirtschafteten Giebelhaus schon verausgabt hat, kehrt hier ein und fährt auf der Abfahrtsstrecke zurück. Wer sich allerdings in hochalpine Gefilde vorwagen möchte und bisher fahrtechnisch noch nicht ausreichend gefordert wurde, der biegt hier in das linke Seitental ab und fährt auf der Asphaltstrasse bergwärts weiter. Vorbei an der Talstation der Materialseilbahn des Prinz-Luitpoldhauses bis zur Point-Alpe. Hier zweigt die Route plötzlich auf einen wilden Schotterweg ab, quert den Bachlauf und führt auf der andere Talseite zur bewirtschafteten Bärgündlealpe. Das letzte Stück der Tour ist zwar sehr anstrengend und sicher für viele nicht durchgängig befahrbar, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Das alpine Ambiente und die Aussicht am Ziel sind einfach überwältigend. Nach einem Abstecher zu den ehemaligen Jagdhütten des Prinzregenten Luitpold von Bayern, rollt man gemütlich weiter ins Tal und kann sich bei einem Zwischenstopp am Hintersteiner "Prinze Gumpe" erfrischen, bevor man gemächlich nach Bad Hindelang zurückrollt. Tipp: Wer möchte kann von hier aus in ca. 1 Std. zum Prinz-Luitpold-Haus wandern. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Abstecher zu den Jagdhütten des Prinzregenten Luitpold von Bayern, die seinerzeit zu den Lieblingsplätzen des Bayrischen Regenten zählten. In Sichtweite des Giebelhauses zweigt man auf einen unbeschilderten Forstweg nach rechts ab und fährt in ca. 5 Min. zu einem einzigartigen Arrangement von Holzhütten in einer Wahnsinnslage. Der Prinzregent regierte ab 1895 und seine große Leidenschaft gehörte der Jagd. Er gab sich gerne volksnah und trug Tracht mit der kurzen Ledernen, bei der die nackten Knie zu sehen waren. Er muss ein echter Naturbursche gewesen sein von dem man sagt, dass er stundenlang klatschnass im Regen ausharren konnte. An der Kirchtanne ließ er zur Jagdzeit sonntags immer eine Waldmesse abhalten. Sich erfrischen und gemütlich einkehren kann man am "Prinze Gumpe" in Hinterstein. Das Naturschwimmbad entstand übrigens neben einem weiteren Lieblingsplatz des Prinzregenten, dem Badeweiher im Zipfelsbach. | |||||||
| Rodelbahn | 2 | 3 | |||||
| Die Tour führt in einer schönen Runde von Bad Hindelang zur Bergstation der Hornbahn Hindelang. Das Imberger Horn liegt unmittelbar südlich des Ortes und ist sozusagen der Sportberg der Gemeinde Bad Hindelang. Im Winter haben die Rodler die Wege fest im Griff und im Sommer teilen sich Wanderer, Mountainbiker und Gleitschirmflieger das Terrain am Imberger Horn. Die moderne 8er-Gondelbahn transportiert pro Stunde 700 Passagiere samt Sportgerät zur Bergstation, von wo aus man im Winter auf drei verschiedenen Wegen ins Tal schlitteln kann. Die Radtour führt auf einer dieser Rodelrouten hinauf und auf einer anderen wieder hinunter ins Tal. Für die Auffahrt wird natürlich der gemütlichere Forstweg genutzt. Die Landschaft der Auf- und Abfahrtsstrecke wechselt immer wieder zwischen sonnigen Weideflächen und schattigen Waldpassagen und ist überwiegend gut befahrbar. Für die Abfahrt stehen dann - je nach Können - gleich mehrere verschiedene Strecken zur Verfügung. Tipp: Im Sommer werden mit der Bergbahn übrigens auch Biker samt Mountainbikes transportiert, so dass man bequem und ohne große Anstrengung auch nur die gemütliche Abfahrt auf dem Forstweg oder eine der anspruchsvollen Downhillstrecken testen kann. Seit Sommer 2003 gibt es einen Bikepark am Imberger Horn, der vier speziell ausgewiesene Abfahrtsvarianten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade bietet. | |||||||
| Gailenberg-Staig | 3 | 3 | |||||
| Die Tour führt vom Ortskern auf der Sonnenseite Bad Hindelangs auf der anfangs sehr steilen Fahrstraße in Richtung Gailenberg und zweigt dann auf den Forstweg zur Klank-Alpe ab. Nach einem kurzen Stück auf diesem Forstweg führt die Tour dann talauswärts oberhalb des Weilers Gailenberg vorbei. Später kurvt man auf schönen Forstwegen mit interessanten Abfahrten immer an der Sonnenseite entlang bis zum Sonthofener Ortsteil Staig. Wunderbare Ausblicke laden immer wieder zum Verweilen und genießen ein. Einen Abstecher von der Bikerroute oder eine eigene Erkundungsfahrt ist die kleine Ortschaft Gailenberg gewiss wert. Info: Gailenberg hat übrigens ebenso viele Sonnenstunden wie der Ort Davos. Letzterer ist halt nur ein wenig unbekannter! Das wusste auch der Künstler Otto Moderson zu schätzen, der 1930 vom Künstlerdorf Worpswede nach Gailenberg übersiedelte. Die kleine Kapelle in Gailenberg trägt die Jahreszahl 1623 und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Das Madonnenschnitzwerk ist anrührend, eher derb als fein ziseliert und wirkt deshalb so authentisch. | |||||||
| Sonthofener Hof | 3 | 4 | |||||
| Diese aussichtsreiche Runde führt in Dreiviertel der Höhe im weiten Bogen um den Bad Hindelanger Hausberg, das Imberger Horn, herum. Zuerst ist jedoch der etwas anstrengende Anstieg zur Bergstation der Hornbahn Hindelang zu absolvieren. Wer es etwas gemütlicher mag, kann diesen Anstieg ganz lässig und ohne Muskelkraft mit der 8er-Gondelbahn hinter sich bringen (Biketransport möglich). Von der Bergstation aus fährt man weiter auf einem Schotterweg bis zum höchsten Punkt der Tour. Vor hier aus ist es für kurze Zeit dann aber vorbei mit dem breiten Fahrweg und ein schmaler Fußweg (Achtung Wanderer!) verlang volle Konzentration und perfekte Fahrtechnik. Nach einigen hundert Metern mündet der Pfad dann wieder in einen Karrenweg und wird langsam wieder zum gut ausgebauten Forstweg. Über diesen Forstweg gelangt man schnell hinunter zur bewirtschafteten Straussberghütte. Nach einer kleinen Pause steigt man erholt wieder auf das Rad und biegt nach kurzer Fahrt scharf links ab und umrundet nach einer kurzen Erholungspassage auf Asphalt den ganzen Talkessel auf einem holprigen Fußweg. Teils fahrend und schiebend erreicht man auf der anderen Talseite wieder einen guten Fahrweg, auf dem man gemütlich zum Sonthofener Hof rollen kann. Wunderbare Aussichtsplätze mit rundum Panorama zwingen einen einfach immer wieder zum Verweilen und genießen. Eine gemütliche Asphaltstraße führt von hier hinunter nach Sonthofen und auf dem Radweg entlang der Bundesstrasse zurück zum Ausgangspunkt. | |||||||
| Hinterstein | 3 | 4 | |||||
| Die schöne Runde führt zwar nicht besonders hoch hinaus, hat aber in landschaftlicher und fahrtechnischer Hinsicht so einiges zu bieten. Zuerst rollt man hinunter zur Ostrach und fährt im ersten Anstieg auf einem steilen Forstweg hinauf auf das Alpenrosenköpfle. Von hier geht es zunächst flacher auf einem Fußweg weiter und man gelangt später über eine Asphaltrasse ein kleines Stück hinein ins Retterschwanger Tal. Kaum hat man sich an das gemütliche Rollen auf der ebenen Asphaltstrasse gewöhnt, zweigt die Route auch schon wieder scharf links ab und folgt einem Schotterweg auf der anderen Talseite wieder hinauf. Der Fahrweg wird später zu einem schmalen Pfad, dem sog. Jägersteig. Dieser lässt mit seinen wilden Wurzeln, Steinen und Serpentinen beim trialbegeisterten Biker keine Wünsche mehr offen. Nach diesem holprigen Teilstück kommt man wieder ins Tal und fährt auf einfachen Wegen entlang der Ostrach ins Hintersteiner Tal hinein. Hier biegt man kurz vor dem Konstanzer Jägerhaus (schöne Einkehrmöglichkeit) nach links ab und fährt in einer schönen Schleife auf der "Höhe" oberhalb von Hinterstein weiter, bis der Weg wieder ins Tal zum Ausgangspunkt zurückführt. Info: Von der Höhe aus kann man versteckt in den Buckelwiesen die "Wolfsgruben begutachten, die zwar recht verwachsen, aber noch erkennbar sind. Der Überlieferung nach wurden die Gruben vor vielen Jahren dazu benutzt, um Wölfe zu fangen, die das Vieh der Talbewohner bedrohten. Auf dem Rückweg nach Hinterstein kommt man in Bad Oberdorf an zwei Hammerschmieden vorbei. Die Region war einst bedeutend an der Eisenerzgewinnung beteiligt. Schon im 15. Jh. ließ der Graf von Montfort Eisengruben anlegen und just an der Stelle, wo Ellesbach und Ostrach zusammenkamen, ein Schmelzwerk errichten. Das Erz musste verarbeitet werden und so wurde die Region um Hinterstein im 15.und 16. Jh. zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. Fußknechtspieße, Spießeisen, Spieße wurden pro Jahr zu mehreren Tausenden ausgeliefert- die Qualität wurde gerühmt. Als kein Kriegsmaterial mehr gewünscht war, stellten die Hammerschmieden ihre Produktion auf Schaufeln, Werkzeuge, Pickel, Beile aber auch Küchengeräte und Kuhschellen um. | |||||||
| Vorderer Wiedhag | 4 | 4 | |||||
| Diese Tour führt zuerst auf der alten Salzstrasse hinauf nach Oberjoch. Dann folgt eine ruhige, flache Etappe entlang der Bundesstrasse vorbei an den Skiliften bis zur Talstation des Wiedhaglifte. Hier biegt man rechts auf einen Schotterweg ab und es beginnt die ultimative Uphill-Teststrecke. Die zum Teil sehr steile Auffahrt mit Steigungen von bis zu 35% und ihren 280 Höhenmeter, verlangen selbst gut trainierten Bikern alles ab. Respekt gebührt dem, der diesen harten Anstieg ohne absteigen schafft! Oben auf der Wiedhaghütte wartet das Gastwirtsehepaar Vogt auf die geschundenen Radler, um diese mit einem guten Essen wieder aufzupäppeln. Die Bratkartoffeln haben schon viele müde Biker wieder munter gemacht. Zeit zum Verdauen bleibt auf dem Rückweg ins Tal genug, wenn man die gleiche Strecke hinunter nach Oberjoch rollt. Von dort gibt es einige Varianten wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Bad Hindelang. Info: Die Gemeinde Oberjoch ist auf 1136 m der höchstgelegene Ortsteil Bad Hindelangs: In Oberjoch lockt das Moorbad zur Erfrischung und Moor ist überhaupt das Thema. Der Moorlehrpfad beschäftigt sich mit diesem kleinräumlichen sensiblen Gefüge. Hochmoore wie im Oberjoch heißen nicht etwa so, weil sie hoch liegen (tun sie in dem Fall zwar auch), sondern weil bei einem Hochmoor die Feuchtigkeit einzig durch den Niederschlag genährt wird. Hochmoore oder auch Torfmoore sind uhrglasförmig nach oben gewölbt sowie mineralien- und pflanzenarm. Auch im Allgäu war das Torfstechen zur Gewinnung von Brennmaterial einst weit verbreitet. | |||||||
| Rodelbahn - Blörchach | 3 | 5 | |||||
| Von der Gästeinformation in Bad Hindelang fährt man zuerst zur Talstation der Hornbahn Hindelang und überquert dort die Ostrach. Wer keine Lust auf die schweißtreibende Auffahrt zur Bergstation hat, der schwenkt hier ein und lässt sich und sein Rad von der modernen 8er-Gondelbahn nach oben tragen. Die sportlichere Variante folgt dem Forstweg bis zur Bergstation und noch ein wenig weiter bis zum höchsten Punkt der Tour. Von hier beginnt die Abfahrt für einige hundert Meter auf einem schmalen Fußweg (Achtung Wanderer!), bevor der Weg wieder breiter und schließlich asphaltiert wird. Auf der Abfahrt passiert man die bewirtschaftete Straußberghütte und rollt, die herrlichen Ausblicke genießend, weiter Richtung Imberg. Im Rausch der rasanten Asphaltabfahrt darf man allerdings nicht die Linkskehre verpassen, in der die Bikeroute unvermittelt abzweigt. Gut mitgedacht hat derjenige, der die Abzweigung gleich mit einem kleineren Gang nimmt, denn es folgt ohne jegliche Vorwarnung der zweite Anstieg der Tour. Dieser führt über einen schönen Alpweg und eine kurze Fußwegpassage zur versteckt liegenden Blörchach-Alpe. Die typische Allgäuer Alphütte mit Weideflächen liegt schön eingebettet zwischen mehreren Waldgebieten. Ein wahrhaft beschauliches Plätzchen, besonders für diejenigen, die ihre eigene Brotzeit oder wenigstens einen Müsliriegel im Rucksack stecken haben. Eine Stärkung kann an dieser Stelle nicht schaden, denn vor einem liegt wohl eine der gröbsten Rüttelpisten, die das Allgäu zu bieten hat. Hier zahlt sich eine gute Federung am Bike, möglichst mit großen Federwegen vorne und hinten, richtig aus. Weniger geübte und nicht so couragierte Fahrer meiden diese Abfahrt besser und folgen stattdessen lieber dem Anfahrtsweg zurück, bis sie auf eine der Rodelbahnen gelangen. Die mutigen und schüttelfesten Mountainbikern werden allerdings an dieser Abfahrt sicherlich ihren Spaß haben. Gut durchgerüttelt erreicht man nach diesem Downhill den Ortsteil Vorderhindelang und fährt auf einem netten Fußweg (Achtung Fußgänger!) entlang der Ostrach zum Ausgangspunkt zurück. | |||||||
| Vilstal | 4 | 3 | |||||
| Dies ist eine Mountainbiketour für absolute Genießer, auf der man viele schöne Dinge entdecken und erleben kann: Wunderbare Landschaften mit ständig wechselnden Ausblicken, gemütliche Einkehrmöglichkeiten in den zahlreich vorhandenen Gasthäusern, Badeweiher und nicht zuletzt einer der schönsten und abwechslungsreichsten Radwege überhaupt. Von Bad Hindelang führt der Weg erst einmal über die alte Jochstraße hinauf zum Ortsteil Oberjoch. Von hier auf dem schönen Rad- und Fußweg nach Unterjoch und weiter über einige sehr nette Wiesenwege zu den Sorg-Alpen. Inmitten großartiger Kulisse führt der Waldweg hinauf nach Jungholz, einer österreichischen Enklave, deren Zufahrt nur über Deutschland möglich ist. Nach dem Ortsteil Langenschwand überquert man einen Höhenrücken und fährt hinunter ins Vilstal. Man folgt der Vils flussaufwärts auf einem Forstweg durch das wildromantische enge Tal und überquert dabei, ohne es zu merken, mehrfach die Staatsgrenze. So bald das Tal wieder weiter wird, biegt man nach rechts ab und fährt über Wiesenwege in Richtung Unterjoch. Dabei passiert man verschiedene Weiler, Alpen und Weiher. Nach dem letzten Anstieg hinauf zum Oberjoch kann man noch gemütlich auf der Terrasse eines Gasthofs einkehren und den Sonnenuntergang genießen, denn dann folgt nur noch die gemütliche Rückfahrt auf der alten Salzstrasse zum Ausgangspunkt. | |||||||
| Tannheimer Tal | 5 | 4 | |||||
| Diese anstrengende Runde führt ins benachbarte Tirol. Das Tannheimer Tal liegt etwa 300 m höher als Lech- und Illertal und ist besonders anmutig, weil es einen weiten, sanften Talgrund hat. Die Tour führt nach der ersten Auffahrt zum Ortsteil Oberjoch weiter auf der alten Salzstrasse bis nach Schattwald. Von hier aus beginnt der Anstieg auf einer Forststrasse zur bewirtschafteten Stuiben-Alpe. Die Alpe liegt in einem hochalpinen Talkessel auf der Nordseite der Bergkette "Iseler-Bschiesser-Ponten". Von hier aus kann man das ganze Alpenpanorama des Tannheimer Tales bewundern. Auf schönen Wegen rollte man in das Tal hinunter und erreicht die Ortschaft Tannheim. Nach der Durchquerung des Talgrunds führt die Tour auf der Südseite wieder auf einem Forstweg hinauf. Oben am Hang angelangt fährt man am Bergrücken entlang wieder aus dem Tal hinaus und genießt permanent herrliche Panoramablicke (u.a. die Zugspitze). Am Ende des Bergkammes angelangt geht der Weg wieder hinunter bis zur Talsohle und erreicht die Ortschaft Schattwald. Vorbei an schönen Wiesen, Badeweiher und dem Weiler Krummenbach fährt man zur Alpe "Untere Schwande". Von hier steigt der Weg wieder leicht an und führt über den Anfahrtsweg zurück nach Oberjoch. Tipp: Für diese Runde sollte man genügend Zeit einplanen, denn die vielen guten Gasthäuser am Wegesrand laden zum ausgiebigen Rasten ein. Außerdem braucht man ausreichend Zeit, um das spektakuläre Panorama genießen zu können. Historische Info: Tannheim wurde vom Hindelanger Tal ausgehend besiedelt und bekam erst 1377 eine eigene Pfarrei. Bis dahin zogen die Gläubigen bis nach Sonthofen. | |||||||
| Jungholz - Schnitzlertalalpe | 5 | 5 | |||||
| Die große Runde ist genau das Richtige für den sportlichen Mountainbiker. Nach dem Aufstieg zum Ortsteil Oberjoch führt der Weg weiter auf der alten Salzstrasse nach Schattwald. Von dort über Feldwege durch Wiesen und Alpflächen hinauf in die österreichische Enklave Jungholz. Entlang des Weges wundert man sich manchmal über die wunderlichen Skulpturen, die dort stehen. Jungholz hat Künstler gebeten, ihre Interpretationen kleiner und großer Dinge der Welt in Holz zu bannen. Entstanden ist der "Schnitzerweg", der aus dem Ortszentrum entlang dieser Kunstwerke führt. Von der Ortschaft aus fährt man immer weiter bergan zur Stubentalalpe und von dort auf einem steilen, schwer befahrbaren Schotterweg hinauf zur Oberen Reuterwanne. Ein mit Gras bewachsener Viehtriebweg führt den Biker einige Zeit am Hang entlang, bevor er auf einem zunehmend besser werdenden Alpweg in Richtung Wertach ins Tal hinunter rollen kann. Kurz vor der Ortschaft Wertach biegt man zum Ortsteil Bichel ab und fährt weiter zur "Unteren Bichel Alpe". Der Feldweg mündet in einer Asphaltstraße, die bis zur Schnitzlertalalpe führt. Man überquert hier den Bergrücken und folgt für einige Meter dem Höhenweg. Während der ganzen Tour kann man immer wieder grandiose Blicke auf die Allgäuer Alpen genießen. Bei der anschließenden Abfahrt zur bewirtschafteten Buchelalpe sollte man allerdings den Blick besser auf den Schotterweg unter den Rädern richten, denn die Abfahrtsstrecke erfordert volle Konzentration und einiges Geschick. Nach dieser anspruchsvollen Etappe wird die Route wieder einfacher und folgt der Forststraße bis zum finalen Anstieg nach Oberjoch, der noch einmal die letzten Kraftreserven fordert. | |||||||
| Dreiangelhütte | 5 | 4 | |||||
| Die anstrengende Tour führt gleich zweimal über die nördlich von Bad Hindelang gelegene Bergkette. Die erste Auffahrt verläuft nach einer kurzen Einrollphase auf der Sonnenseite des Tales über eine schöne Asphaltstraße hinauf zum "Bildstöckle. Nach Überquerung des Bergkammes auf einem Schotterweg, blickt man auf der anderen Seite hinunter ins Tal zwischen Grünten und Wertacher Hörnle. Der "Wächter des Allgäus", wie der Grünten auch genannt wird, steht hier in seiner vollen Größe vor dem Betrachter. Nach der Abfahrt über einem Forstweg erreicht man die bewirtschaftete Dreiangelhüttte. Man tut gut daran, hier alle Speicher aufzufüllen, denn es geht jetzt noch einmal anständig bergauf bis zur Schnitzleralpe. Man überquert den Bergrücken und folgt ein Stück weit dem hier beginnenden Höhenweg. Auf einer rasanten Schotterpiste, vorbei an der Buchelaple, geht es hinunter nach Unterjoch. Noch ein letzter Anstieg auf dem Rad- und Wanderweg nach Oberjoch und man kann endlich die wohlverdiente Abfahrt auf der alten Jochstrasse hinunter zum Ausgangspunkt genießen. Historische Info: Vom Grünten gibt es eine wechselvolle Geschichte zu berichten. Sie begann damit, dass einst an seinen südlichen Hängen Eisenerz gefunden wurde. Schon 1620 berichtet die Überlieferung, dass das Bistum Augsburg Bergbau am Grünten betrieben hatte. Um 1700 sollen es dann die Zillertaler gewesen sein, die auf eigene Rechnung begannen, Schmelzöfen zu bauen. Es herrschte damals eine Art "Goldrausch" am Grünten. Im 19. Jh. waren sechs Stollen (einer davon bei km 11,7 im Bereich Höfleweg am Hang) in Betrieb, rund 50 Burgberger Knappen förderten jährlich bis zu 30.000 Zentner Roteisenstein zu Tage. Bis Mitte des 19. Jh. lieferte das Hüttenwerk Sonthofen für die weitere Umgebung den gesamten Bedarf an Eisen. Die Ausbeute am Grünten war klein im Verhältnis zu Saar, Westfalen und Schlesien und mit der Eisenbahn und der dramatischen Umwälzung in den Transportverhältnissen, wurde der Bergbau unrentabel. Die Erzgruben wurden 1859 geschlossen und die Eingänge 1944/45 gesprengt. | |||||||
| Alle Ortsteile von Bad Hindelang | 5 | 5 | |||||
| Diese Tour ist der ideale Weg, alle Ortsteile von Bad Hindelang per Mountainbike zu erkunden. Durch die verstreute Lage der Bad Hindelanger Ortsteile bekommt man dabei verschiedene landschaftliche Highlights zu sehen. Die Runde startet auf de Südseite des Ortes und führt zuerst hinauf zum Weiler Gailenberg, dem wohl sonnigsten Platz im Ostrachtal. Von hier verläuft der Weg steil hinunter nach Vorderhindelang und auf der gleichen Seite bleibend talauswärts zum Weiler Reckenberg. Dort wird die Bundesstrasse gequert und auf der anderen Talseite der Weiler Liebenstein passiert. Auf Nebenstrecken gelangt man vorbei am "Nordpol" (wie dieser Ortsteil aufgrund seiner schattigen Lage gerne scherzhaft genannt wird) entlang der Ostrach wieder talwärts hinauf zum Eingang des Retterschwanger Tals. Beim Cafe Horn gibt es eine schöne Trialabfahrt zum Ortsteil Bruck (einfach zu erkennen an der markanten Holzbrücke). Anschließend geht es entlang der Ostrach talwärts weiter und in einem schönen Bogen durch Hinterstein wieder zurück nach Bad Oberdorf. Weiter führt die Erkundungstour über die alte Salzstrasse hinauf nach Oberjoch und in weiter Runde durch das Skigebiet. Man quert auf der alten Salzstraße bleibend den Weiler Krumbach, gelangt so zum Ortsteil Unterjoch und von dort über den Jochpass wieder zurück zum Ausgangspunkt. Info: Das Prädikat "Bad" wurde dem Ortsteil Oberdorf im Jahre 1900 verliehen, nachdem man im 17. Jh. die schwefelhaltige Quelle des heutige Hotel "Prinz Luitpold Bad" entdeckte. Das Badehaus wurde 1865 erbaut. | |||||||
| Freeride-Strecke | 3 | 6 | |||||
| Die Krönung alle Bikeabfahrten ist die Freeride-Strecke im Bikepark in Bad Hindelang: der "black course". Seit Sommer 2003 ist der Bikepark mit seinen vier speziell ausgewiesenen Abfahrtsstrecken, einem Dirtpark und einem Kinderparcours in Betrieb. Die Abfahrten mit einer Höhendifferenz von jeweils 523 m fordern beim Downhill das ganze Können und Geschick des Biker. Beim "blue course" wechseln sich Asphalt und Schotter ab. Er ist sozusagen zur Einstimmung gedacht. Der "yellow course" wird ohne perfekte Fahrtechnik zum Katapult und der "green course" gaukelt die Sanftheit und Ruhe nur vor, denn er beginnt als gut fahrbarer Forstweg und geht dann in einen extrem holprigen Schotterweg über. Der "black course" - die ultimative Freeridestrecke bildet das finale Highlight des Bikeparks. Die Route für Profis mit absolut perfektem Material. Trial as Trial can! Vorher unbedingt bei der Bikestation an der Talstation vorbeischauen: Dort gibt es Fullys und Protektoren gleich mit dazu! Info: Als Biketour wird diese Downhill Route mit der Auffahrt über den Forstweg kombiniert (siehe "blue course"). So kann man je nach Geschmack entweder hochschweben oder hochstrampeln. | |||||||
| Winkel - Dreiangelhütte | 3 | 3 | |||||
| Ganz gemütlich beginnt diese etwas größere Runde in Bad Hindelang und führt den Biker auf schönen Nebenwegen ein wenig erhöht in Richtung Sonthofen und dann weiter zum Ortsteil Winkel. Ab hier beginnt ein schöner Anstieg auf einer Asphaltstrasse (für Autoverkehr gesperrt) in das abgeschiedene Tal zwischen Grünten und Tiefenbacher Bergkette. Tief hinten im Tal erreicht man die Dreiangelhütte, die einen zur gemütlichen Einkehr einlädt. Nach ausgiebiger Rast ist man gestärkt für einen weiteren Anstieg und erklimmt den folgenden Bergrücken ohne große Anstrengung von seiner Nordseite. Oben am Bildstöckle angelangt kann man wieder herrliche Ausblicke in das Ostrachtal und das angrenzende Illertal genießen. Es folgt eine tolle Abfahrt über Forst- und Schotterwege bis zum Weiler Gailenberg und dann auf direktem Wege hinunter nach Bad Hindelang. Tipp: Für Hobby-Historiker und Burgfreunde gibt es entlang der Tour eine schöne Burgruine zu besichtigen. Die Burgruine Fluhenstein, die zwischen Sonthofen und Winkel auf einer Anhöhe zu sehen ist. 1362 erwarb Oswald von Heimenhofen den Besitz, von dem eigentlich nur der Burgstall übrig war. Die Burg Fluhenstein wurde wieder aufgebaut und 1477 an den Augsburger Bischof verkauft. Sie war Sitz des jeweiligen Amtsverwalters, bis dieser 1770 nach Sonthofen übersiedelte. Danach verlor die Burg zunehmend an Bedeutung und wurde irgendwann an einen Bauern verkauft, der ganz pragmatisch die Steine abtransportierte und anderweitig verwendete. Ein Abstecher zur Burgruine ist eine nette Abwechslung und lockert die Tour auf. | |||||||
| Weißplatte | 2 | 4 | |||||
| Diese eher kurze Spitztour, direkt oberhalb von Bad Hindelang. hat es wahrlich in sich. Die Biketour führt zuerst auf guten Forstwegen zu einem schönen ruhigen Platz oberhalb von Bad Hindelang, dessen Lage von den gegenüberliegenden Bergen durch die weithin sichtbare "Weisse Platte" gekennzeichnet ist. Hier beginnt die Abfahrt, die wahrlich sensationell ist und über die schönsten Schotterwege der Gegend führt. Kultur-historische Info: Eine absolute Besonderheit des Allgäus sind die vielen ursprünglichen Karrenwege, die im Allgäuer Sprachgebrauch auch als "Hohlgassen" bezeichnet werden. Sie gelten als die ältesten Wege im Tal und sind stille Zeugen der einst beschwerlichen Berglandbewirtschaftung. Diese Wege sind heute natürlich stark erodiert und deshalb oftmals wie Kanäle in den Hang gefräst oder bereits gänzlich zugewachsen. Eine spezielle Eigenart des alpinen Wirtschaftens ist es, dass alles ins Tal gezogen und gezerrt werden muss: Holz als Brennstoff, Heu von schwer zugänglichen Almwiesen und Milch von den Sennalpen Die "Berghoibat" fand von Mitte Juli bis Mitte August statt und die Lagen waren oft so steil, dass man nur mittels Steigeisen Halt fand! Je nach Lage war die Vorgehensweise unterschiedlich: Meist trug man eine "Burde" auf dem Kopf zu einer mächtigen Stange, an der das Heu aufgehäuft wurde (Triste). Dort blieb es bis zum Winter, wurde dann zu Bündeln gebunden, aneinander geknotet und bis zu einer Stelle geschleift, an der es auf Schlitten verladen und ins Tal transportiert werden konnte. Die Fahrt mit den schwer beladenen Hörnerschlitten, den so genannten "Schalenggen", war nicht selten lebensgefährlich! | |||||||
| Legende | Hinweis | |
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